Blick auf KEP3-Prozess

Mit breiter Beteiligung der Linzer Kunst- und Kulturszene sowie hoher Transparenz und Offenheit erarbeitete die Stadt Linz den dritten Linzer Kulturentwicklungsplan (KEP3). Ziel war es, eine kompakte Vision für die Kulturstadt Linz zu formulieren, aus der sich Schwerpunkte mit Zielen und Maßnahmen für die kulturelle Weiterentwicklung ableiten lassen. Ein dynamisch gestalteter, partizipativer Prozess und ein ganzheitlicher Ansatz im Umgang mit thematischer Komplexität bilden die zentralen Leitprinzipien.

Im KEP3-Prozess ist es gelungen, eine neue Qualität in Tiefe, Breite und Fokus der Beteiligung zu erreichen. So priorisierten 13 Fokusgruppen mit über 90 Expert*innen aus relevanten Themenfeldern die zahlreichen Vorschläge, die zuvor durch Interviews und Materialanalysen gewonnen und anschließend in einem Grundlagenpapier auf kep-linz.at veröffentlicht worden waren. Durch die Verknüpfung mit anderen städtischen Strategien und Programmen konnten wichtige gesellschaftliche Themen in die inhaltliche Auseinandersetzungen einbezogen werden. Zielgruppenspezifische Fachrunden und verschiedene partizipative Formate – wie Flash-Interviews bei Festivals – erweitern zusätzlich die Beteiligung am Prozess. Eine sechzehnköpfige Arbeitsgruppe diskutierte die Ziel- und Maßnahmenvorschläge und konkretisierte abschließend die Inhalte der Vision.

Um die Grundprinzipien und Errungenschaften des kulturellen Handelns in Linz sichtbar zu machen, wurde der „Vision für die Kulturstadt Liz 2035“ eine Präambel mit dem Titel „Linz-Profil“ vorangestellt. Struktur, Umfang und Gliederung übersichtlich zu halten, erforderte ein hohes Maß an Priorisierung und Verdichtung der Ergebnisse. Für jeden der acht kulturpolitischen KEP3-Schwerpunkte, die jeweils in drei Abschnitte – Grundsätzliches, Ziele, Maßnahmen – gegliedert sind, wurde ein zentraler Begriff ausgewählt.

Im Zuge des KEP3-Prozesses intensivierte sich in den vergangenen beiden Jahren der direkte Austausch zwischen den Vertreter*innen der kulturpolitischen Gremien der Stadt Linz – dem Stadtkulturbeirat Linz und dem gemeinderätlichen Ausschuss für Kultur und Tourismus. Auch im Kreis der stätischen Kulturunternehmen sowie der Abteilungen des Geschäftsbereiches Kultur und Bildung im Magistrat bot die Neufassung des Kulturentwicklungsplans einmal mehr Anlass für gemeinsame Reflexion, Visionsarbeit und die Wahrnehmung institutionsübergreifender Potenziale.

Als Vertreter*innen des Stadtkulturbeirates, der städtischen Kulturunternehmen und der Linzer Kulturverwaltung in der KEP3-Steuerungsgruppe und somit als Verantwortliche für den KEP3-Prozess erkennen wir im dritten Kulturentwicklungsplan eine tragfähige Strategie, um künstlerisches und kulturelles Arbeite in Linz innovativ, verantwortungsbewusst, demokratisch und zukunftsorientiert zu gestalten.

Wir danken allen Expert*innen und Beteiligten aus der Linzer Kunst- und Kulturszene, insbesondere den Mitgliedern des Stadtkulturbeirates Linz, den Kolleg*innen aller städtischen Kulturinstitutionen, den Teams der Abteilung Linz Kultur und der Direktion Kultur und Bildung sowie LIquA, dem Linzer Institut für qualitative Analysen, für die engagierte Zusammenarbeit und die Unterstützung bei der erfolgreichen Erstellung des dritten Kulturentwicklungsplans für Linz.


Valarie Oona Serbest
Vorsitzende Stadtkulturbeirat

Hemma Schmutz
Direktorin Museen der Stadt Linz

Julius Stieber
Direktor Kultur und Bildung

Philipp Kroll
Vorsitz-Stv. Stadtkulturbeirat

Gerfried Stocker
Geschäftsführer Ars Electronica Linz

Gerda Forstner
Abteilungsleiterin Linz Kultur