3. Kapitel „Gendergerechtigkeit erreichen“: Bearbeitung und Gewichtung der Maßnahmen (Workshop 16.5.2012)

Die Ziele zu diesem Themenbereich sind in der Rohfassung des Kapitels „Gendergerechtigkeit erreichen“ bereits veröffentlicht worden: http://kep-linz.at/rohfassung-kapitel-gendergerechtigkeit-erreichen/

Folgende Maßnahmen zu „Gendergerechtigkeit erreichen“ wurden im Rahmen des Maßnahmen-Workhops präsentiert. Die zweite Tabelle listet als Ergebnis des Workshops die Ergänzungen und Veränderungsvorschlägen zu den vorgestellten Maßnahmen auf. Mit der abschließenden World-Café-Methode waren alle Teilnehmende eingeladen, die bearbeiteten Maßnahmen in Hinblick auf die Umsetzungsdringlichkeit zu gewichten und pro Kapitel einen Punkt zu vergeben.

Punkteverteilung:

a) Evaluierung der Zielvorgaben in den Bereichen Gender Budgeting und gendergerechte Personalstruktur durch den Ausschuss für Kultur, Tourismus und Wohnungswesen sowie den Ausschuss für Frauen, Umwelt, Naturschutz und Bildung des Gemeinderates

0 Punkte

b) Verpflichtende Erstellung eines jährlichen Berichts „Symmetrie der Geschlechter“ von allen Kulturunternehmungen und -einrichtungen der Stadt Linz ab 2013

15 Punkte

c) Jährliche Evaluierung aller Symmetrieberichte durch den Ausschuss für Kultur, Tourismus und Wohnungswesen sowie den Ausschuss für Frauen, Umwelt, Naturschutz und Bildung des Gemeinderates der Stadt Linz

2 Punkte

d) Ausweitung der Analyse auf den gesamten Förderbereich der Linz Kultur im Bericht „Symmetrie der Geschlechter“

6 Punkte

e) Gendergerechte Vergabe von Aufträgen im Bereich „Kunst am Bau“ sowie von sonstigen künstlerischen Auftragswerken (z.B. Komposition)

22 Punkte

f) Fördermaßnahmen für Musikerinnen in der Musikschule sowie bei Veranstaltungen der Stadt Linz oder städtischer Unternehmen

4 Punkte

g) Bevorzugte Aufnahme und Berücksichtigung von Frauen in Führungspositionen von Kultureinrichtungen unter Berücksichtung der Vorgaben des OÖ. Gemeinde-Gleichbehandlungsgesetzes

4 Punkte

h) Vergabe (Vorreihung in der Warteliste) von Musikschulplätzen an Schülerinnen in Musikrichtungen, bei denen Mädchen unterrepräsentiert sind

2 Punkte

Ergänzungs- und Veränderungsvorschläge aus dem Workshop zu den präsentierten Maßnahmen, die oberhalb angeführt sind:

Chancengleichheit schaffen – nicht sichern!
a)
  • Budgettopf? (Kulturtopf) – wer evaluiert? -> nicht intern! Alle Einrichtungen, die von Linz-Kultur-Geld betroffen sind!
    + sonst. Unternehmen Stadt Linz
    + alle Budgets und Programme sind gendersymmetrisch
    Tipp: Praxisbeispiel Brucknerhaus (Formular Graz (Stadt) Selbstreflexionspflicht)
  • Veröffentlichen!

1 Punkt

1 Punkt

b) ist super!

c)
  • Evaluierung durch den Ausschuss fraglich, weil intern – muss extern sein, aber Ausschuss soll
  • alle Evaluierungen

1 Punkt

e) gesamter Kultur-Bereich!! (nicht einzelne Disziplin)

f)
  • warum explizit Musikschule? (schulspezifisch, weil Kosten) Musikschule ist nicht barrierefrei!
  • Noch einmal nachdenken darüber!
  • nur Musikschule ist zuwenig (einzelne Disziplin), Frage, ob das bei Jugend vorkommt

g) Es ist ein Wahnsinn, dass ein besehendes Gesetz wiederholt werden muss – sprich Chancengleichheit schaffen – statt sichern! Eine Berücksichtigung streichen!

h)
  • Bitte zurück an Musikschule! Nicht Musikrichtungen, sondern Instrumente.
  • bzw. Jungs und Ballet

i) Geschlechtersymetrische Besetzung der Kulturprogramme, vor allem Linz Kultur und städtische Kultureinrichtungen (AEC, Salzamt, etc.)

11 Punkte

j) Gendergerechte Sprache/Formulierungen bei Einreichungen und öffentlichen Texten/Eröffnungen! -> als Förderkriterium

 

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